Chronik – Teil 3 (1975 – 2000)

In der Saison 1977/78 war, bedingt durch den Wechsel einiger LeistungstrĂ€ger, der Abstieg der 1. Mannschaft in die Hessenliga nicht mehr zu vermeiden. Die Jugend dagegen machte es besser. Sie gewann die Hessenmeisterschaft und belegte Platz 2 bei den SĂŒdwestdeutschen TitelkĂ€mpfen.

Die Jugendmannschaft von 1978

Auch die 2. Herrenmannschaft war sehr erfolgreich und wurde nach-einander Meister der Bezirksliga, Kreis- und Bezirkspokalmeister sowie Hessischer Pokalmeister.

FĂŒr den TTC spielten bei der „Hessischen“ in Baunatal : Gerhard Armer, Winfried Klopper und Frank MĂŒller.

Das Großereignis des TTC fand am 15./16. Januar 1983 statt. Anlass waren die Feiern zum 100. Jahrestag der Verleihung der Stadtrechte. Der Tischtennis-Club begann den Reigen der Veranstaltungen des JubilĂ€umsjahres in Langen mit der Ausrichtung der Hessischen Tischtennis-Meisterschaften. Austragungsort war die neue Georg-Sehring-Halle.

Dank der ausgezeichneten Organisation und intensiver Vorbereitung wurde das Treffen der Hessischen Tischtennis-Elite zu einem großen Erfolg.

Hessenmeisterschaft

Aus den geplanten kleinen Spielen waren „große“ Spiele geworden, die bei Teilnehmern, FunktionĂ€ren und fachkundigen Zuschauern gleicher-maßen Beifall und Anerkennung fanden.

In der Zeit der Zugehörigkeit der 1.Herrenmannschaft zur Hessenliga setzte zunÀchst Miklos Samborsky mit seiner spielerischen Brillanz die sportlichen Akzente.
Nach seiner RĂŒckkehr zum TTC mit Beginn der Spielrunde 1983/1984 konnte auch wieder Horst Werkmann als weiterer Spitzenspieler eingesetzt werden, was dem TTC den angepeilten Klassenerhalt bis zum Abschluss der Saison 1986/1987 sicherte. Aufgrund vermehrten Abstiegs aus den nĂ€chsthöheren Klassen reichte ein 9.Platz leider nicht mehr fĂŒr den Verbleib in der Hessenliga. 2 Punkte fehlten am Ende einer durch Verletzung geprĂ€gten Spielzeit.Mit der Jahreshauptversammlung am 20.10.1986 ging die Amtszeit von Klaus Mattelat als 1.Vorsitzender des TTC Langen nach 22 Jahren auf eigenen Wunsch zu Ende.Aufgrund seines beispiellosen Einsatzes und seiner unschĂ€tzbaren Verdienste bei der PrĂ€sentation des Clubs in der Öffentlichkeit war es fĂŒr die Mitgliederversammlung selbst-verstĂ€ndlich, ihm als Dank und Anerkennung den Ehrenvorsitz anzutragen.

Neuer Vorsitzender wurde der bisherige 2. Vorsitzende, Gerhard Armer. Winfried Reichert rĂŒckte als 2. Vorsitzender an die Seite von Hans Sehring, die Ära Norbert Degen als Sportwart begann.

Harte Zeiten standen dem TTC nach dem Abstieg in die 1. Verbandsliga bevor.

Denn Werkmann konnte zunĂ€chst aus gesundheitlichen GrĂŒnden nicht mehr eingesetzt werden. Es gelang jedoch, zu Beginn der Saison 1987/88 Georg und Arno Thomas nach Langen zu holen und damit einem erneuten Abstieg entgegen zu wirken und einen neuen sportlichen Aufschwung einzuleiten.

Eine wesentliche VerstÀrkung bedeutete der Zugang des ehemaligen Bundesligaspielers Siegfried Budzisz zur Saison 1988/1989. Mit ihm konnte das Leistungsvermögen der Mannschaft im vorderen Paarkreuz erheblich stabilisiert werden.

In diese Zeit vielen auch die ersten AbschlĂŒsse von Werbevereinbar-ungen mit den Firmen ATARI Corp. GmbH und AS-Autoteile-Service GmbH & Co., denen sich ein weiterer Vertrag mit der Kermi GmbH anschloss.

Der 3.Tabellenplatz, der 5. Platz und die Vizemeisterschaft der 1. Verbandsliga in den folgenden Jahren waren Ausdruck der Trendwende zu neuen sportlichen Erfolgen beim TTC.

Der RĂŒckzug des SKV HĂ€hnlein aus der Hessenliga bescherte dem TTC Langen ĂŒberraschend die Chance, durch einen Sieg in einem Relegationsspiel gegen die SG Sossenheim selbst in die Hessenliga aufzusteigen.

Die unmögliche Terminansetzung des Verbandes in den Sommerferien am 30.6.1991 machte die AufstiegstrĂ€ume aber zunichte, weil man auf zwei Spieler urlaubsbedingt verzichten musste und darĂŒber hinaus Georg Thomas wegen Verletzung nur nominell eingesetzt werden konnte.

Im Hinblick auf die enorme sportliche VerstĂ€rkung durch die ZugĂ€nge von Ex-Nationalspieler Heinrich Lammers, des ehemaligen Junioren- National-spielers der CSSR, Petr Sokala und die RĂŒckkehr von Arno Thomas nach zweijĂ€hriger Abwesenheit, war der Nichtaufstieg doppelt bitter, weil die Mannschaft in dieser Zusammen-setzung auch in der Hessenliga eine gute Rolle hĂ€tte spielen können.

Aber am Ende der Saison 1991/1992 war es dann soweit. Mit 44:0 Punkten und 198:57 Spielen wurde die 1. Mannschaft in der Aufstellung Lammers, Arno Thomas, Werkmann, Sokala, Budzisz, Georg Thomas und Volker GÀrtner souverÀn Meister und Hessenligaaufsteiger.

Mit Siegfried Budzisz begann aber auch eine bemerkenswerte Erfolgsserie der Spieler ĂŒber 40 Jahre, der Seniorenmannschaft des TTC.

Bezirksmannschaftsmeister am 17.12.1989 in KönigstĂ€dten, Hessen-meister am 8.4.1990 in Hanau nach einem denkwĂŒrdigen Endspiel gegen den TTC Mörfelden, das 5:5 endete und bei dem die Langener mit einem gewonnenen Satz mehr die Nase vorn hatten. Belohnt wurde der TTC mit der Teilnahmeberechtigung an den Deutschen Senioren Mann-schaftsmeisterschaften in LĂŒbbecke/Westfalen, bei der die 16 besten Mannschaften Deutschlands an den Start gingen.

Budzisz, Armer, Klopper und Werkmann mussten sich in ihrer Gruppe nur dem spĂ€teren TiteltrĂ€ger Tennis Borussia Berlin geschlagen geben. konnte sich dadurch aber nicht fĂŒr das Halbfinale qualifizieren.

Die Hessischen Senioren-Mannschaftsmeisterschaften 1991 in Darmstadt sahen den TTC auf dem 2. Platz hinter dem ESV Jahn Kassel. Ohne Werkmann und Klopper, dafĂŒr mit Maurer und Sehring ein beachtlicher Erfolg. Die erstmals ausgetragenen SĂŒdwestdeutschen TitelkĂ€mpfe am 4./5. 1991 in Jena wurden ebenfalls von Kassel und Langen dominiert und endeten mit einem Endspielsieg von Kassel mit 6:1. Der 2. Platz berechtigte den TTC zur erneuten Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft am 11./12.5.1991, diesmal in Beckingen (Saar), wo Budzisz, Werkmann, Armer und Maurer den 6. Platz von nunmehr noch acht Teilnehmern belegten.

Am 29.3.1992 drehte der TTC den Spieß bei den Hessischen Meisterschaften in Lohfelden um und siegte gegen den ESV Jahn Kassel mit 6:4.

Entscheidend fĂŒr den Erfolg war natĂŒrlich die Teilnahme von Heinrich Lammers neben Budzisz, Werkmann und Armer.

Am 9.5./ 10.5.1992 setzte sich die Erfolgsserie bei den SĂŒdwestdeutschen TitelkĂ€mpfen in Gau- Odernheim mit einem 5:5 im Endspiel gegen den ESV Jahn Kassel fort. Langen war wieder einmal mit einem Satz mehr vorn und in der Aufstellung Lammers, Budzisz, H-W Reidl und Armer SĂŒdwestdeutscher Meister.

Den grĂ¶ĂŸten Erfolg feierte der TTC allerdings bei den sich anschließenden Deutschen Meisterschaften am 16./ 17.5.1992 in Neuhausen bei Stuttgart. Der TTC wurde Gruppensieger vor dem Titelverteidiger RW- Imperial Schleswig, gegen den ein 5:5 Unentschieden reichte.

Im Endspiel gegen DJK Rheintreu Bockum ( Nordrhein- Westfalen ) verhinderten zwei Doppelniederlagen am Anfang einen Erfolg, so dass sich Lammers, Werkmann, Budzisz und Armer mit 4:6 geschlagen geben mussten.

Durch den Titelgewinn auf SĂŒdwestebene war der TTC am 24./25.4.1993 automatisch fĂŒr die „ SĂŒdwestdeutsche “ in Offenbach ( Queich ) qualifiziert und konnte dort seinen Titel gegen den Dauerkonkurrenten Kassel mit 6:4 erneut verteidigen.

Am 15./ 16. 5.1993 traf sich die Elite in Flensburg zur DM, die mit dem 5.Platz fĂŒr den TTC endete. Bemerkenswert hier das 6:1 des TTC Langen gegen einen so renommierten Verein, wie dem PSV Borussia DĂŒsseldorf.

Zum dritten Mal in Folge wurde der TTC SĂŒdwestdeutscher Meister am 26./27.3.1994 in St.Ingbert nach Siegen ĂŒber Kassel mit 6:0 im Halb- und Schmalkalden mit 6:2 im Endspiel.

Zum erfolgreichen Team gehörten, wie in den Vorjahren, Lammers, Budzisz, Werkmann, Armer und H-W Reidl.

Bei den Deutschen Meisterschaften am 28./29.5.1994 in Krefeld bei DJK Rheintreu Bockum rangierte der TTC am Ende auf Platz 7.

Ausnahmslos 6:0 Siege, so auch im Endspiel gegen Kassel, gelangen am 6./7.5.1995 in Neuwied- Niederbieber, was den 4.Titel hintereinander auf SĂŒdwestebene bedeutete. Die VerstĂ€rkung der Mannschaft mit Hackenberg zahlte sich aus.

Doch selbst den Spielern Lammers, Hackenberg, Werkmann, Budzisz und Sokala gelang es im Rahmen der 12. Nationalen Deutschen Senioren-meisterschaften 1995 am 27./28.5. 1995 in Neuwied- Engers nicht, den spÀteren Vizemeister TTC RW Imperial Schleswig zu gefÀhrden.

Zu stark waren Jaroslav Kunz, Nils Poulsen, Dr. Richard Lahme,und Gerd-Wilhelm Paulsen beim 6:1. Ebenso chancenlos 2:6 gestaltete man anschließend das Spiel um Platz 3 gegen den Vorjahresmeister SV PlĂŒderhausen. Sein Ende fand der Höhenflug der Langener Senioren mit der Teilnahme an den SĂŒdwest-deutschen Meisterschaften am 18./19.5.1996 in Zella- Mehlis. Ohne die Vorjahresspitze Lammers und Hackenberg, die ihre aktive Karriere beendet hatten, war die Langener Mannschaft nicht mehr stark genug, sich im Vorderfeld zu platzieren.

Erst wieder im Jahr 2000 gelang mit dem Sieg bei den Bezirksmeister-schaften ein nennenswerter Erfolg. Mit den Spielern Ehteshamzadeh, Werkmann, E.Reidl , H-W Reidl und Guy Stouls war Endstation bei den Hessischen Meisterschaften in Melsungen am 20.2.2000.

Das erste Jahr Hessenliga nach fĂŒnfjĂ€hriger Abstinenz schloss der TTC mit dem 5.Tabellenplatz ab. Damit erfĂŒllte die Mannschaft nicht nur die in sie gesetzten Erwartungen, sondern schaffte auch den unerwarteten Aufstieg in die Oberliga SĂŒdwest. Dabei profitierte der TTC von der vollzogenen Zweiteilung der Oberliga.

Somit begann am 25.9.1993 erneut das Abenteuer Oberliga mit einem Heimspiel gegen DJK BW MĂŒnster. Das Ziel Klassenerhalt wurde als Tabellenneunter mit 11:29 Punkten in die Tat umgesetzt.

Ein 7. Platz in der Saison 1994/1995 ein fĂŒnfter und ein vierter Platz in den nĂ€chsten beiden Jahren folgten. Die Steigerung hing natĂŒrlich auch mit den ZugĂ€ngen von Wolfgang Dörner und des Ex- Bundesligaspielers Jörg Budzisz in der Spielzeit 1995/1996 zusammen.

FĂŒr den TTC gingen zu diesem Zeitpunkt J.Budzisz, Lammers, A.Thomas,Dörner,S.Budzisz und Werkmann an den Start.

Mit Ende der Spielzeit 1995/1996 vollzog sich ein Generationswechsel. Werkmann, S.Budzisz, Sokala und Gg. Thomas rĂŒckten ins zweite Glied, Speer aus der 2.Bundesliga, Bublat, Stark und Pham nahmen dafĂŒr die freien PlĂ€tze ein. In beiden Jahren sahen die Fans die bisher besten sportlichen Leistungen einer 1. Mannschaft des TTC.

Sehr positiv bewertete man auch den Meistertitel der 2. Herrenmannschaft in der Bezirksliga, weil der sportliche Abstand zur ersten Mannschaft durch das AufrĂŒcken in die Bezirksoberliga etwas verringert werden konnte.

Wesentlich kleinere Brötchen musste der TTC dann in den beiden nĂ€chsten Jahren backen. Speer, Budzisz und Lammers verließen den Verein, Dörner stand wegen Auslandsaufenthalts nicht zur VerfĂŒgung.

Nachdem zunÀchst der Startverzicht höherklassiger Vereine den Langenern zum Klassenerhalt trotz des 10. und letzten Platzes verholfen hatten, reichte ein 9.Platz zum Abschluss der Saison 1998/1999 nicht mehr zum Erhalt der Oberliga.

Miklos Nagy blieb in der in der Hessenligasaison 1999/2000 auf Platz 1 ungeschlagen.

Diese ĂŒberragende Leistung des „Neuen“ und die mannschaftliche Geschlossenheit verhalfen der neuformierten 1. Mannschaft zu 29:7 Punkten und damit zu Platz 1 und zum sofortigen Wiederaufstieg. Das erfolgreiche Team bildeten Nagy, Stark, Ehteshamzadeh, Celan, Gnisia, Mergener und Dörner.

Auch im Pokalwettbewerb war man auf Hessenligaebene die Nr.1. Am 14.5.2000 gewannen Nagy, Stark und Ehteshamzadeh die Endrunde in Hadamar und wurden Hessischer Meister.

Nach zÀhen Verhandlungen war es dem Vorstand des TTC gelungen, Trainingszeiten in der neu gebauten Sporthalle Nord zu erhalten. Am 1.9.1998 war es soweit, das erste Dienstagstraining auf 16 neuen Tischtennisplatten konnte stattfinden.

Ein großes Ziel, endlich einmal allen Aktiven zu gleicher Zeit Training anbieten zu können und damit das ZusammengehörigkeitsgefĂŒhl weiter zu stĂ€rken, war in ErfĂŒllung gegangen.

Das Training findet nunmehr dienstags in dieser neuen Sporthalle, ansonsten mittwochs bis freitags wie bisher in der Turnhalle der Albert- Einstein- Schule statt. Dort werden auch weiterhin alle Meisterschafts-spiele ausgetragen.

Das Vereinsleben wurde natĂŒrlich nicht nur von sportlichen AktivitĂ€ten geprĂ€gt.

Faschingsfeiern, Skiausfahrten, Meisterschaftsfeiern, Sommerfeste, Fahrradtouren, Weinproben, Skatturniere, Vereinsmeisterschaften und Familienausfahrten wurden vom Festausschuss organisiert.

Einen hohen Stellenwert haben natĂŒrlich die jĂ€hrlich in Zusammen-arbeit mit der Volksbank Dreieich federfĂŒhrend von Klaus Mattelat ausgerichteten Minimeisterschaften fĂŒr Langener SchĂŒler und SchĂŒlerinnen. Auf diese Weise konnten viele neue Mitglieder gewonnen werden.

Das Jahr 2000 stand in erster Linie im Zeichen der Feiern des 50 jÀhrigen Bestehens des TTC Langen. Den sportlichen Höhepunkt bildete das JubilÀumsturnier am 19.8.2000 im Sportzentrum Nord.

Ab 10.00 Uhr war die Halle fest in der Hand der Jugendlichen. Das Schnuppermobil des DTTB sorgte fĂŒr Spaß und Spiel mit SchlĂ€gern verschiedener GrĂ¶ĂŸe, mit JumbobĂ€llen, unterschiedlich großen Spielfeldern und mit einem Tischtennis-Roboter.

Das Highlight war aber zweifellos der Besuch des Doppelweltmeisters und Silbermedaillengewinners Steffen Fetzner. Seine Trainingseinheit mit den jungen Mitgliedern des TTC, seine sympathische Art beim Interview und bei der abschliessenden Autogramm-stunde werden sicherlich unvergessen bleiben.

Autogrammstunde mit Steffen Fetzner

Nach Freundschaftsspielen der Jugendmannschaften und einem Einladungsturnier der Aktiven bei tropischen Temperaturen schloss ein zĂŒnftiges Sommerfest einen wunder-schönen, ereignisreichen Tag ab.

Hierzu ein Artikel aus der Frankfurter Neuen Presse vom 22.08.2000. „Ein runder Geburtstag mit vielen Überraschungen“, „Zum JubilĂ€umsball begrĂŒĂŸte der TTC auch einen Weltmeister“, „Ballartisten feiern ganz ohne SchlĂ€ger“, so titulierte die regionale Presse den absoluten Höhepunkt des JubilĂ€umsjahrs, den JubilĂ€umsball am 18.11.2000.

Der Bericht der Frankfurter Neuen Presse vom 20.11.2000 beschreibt treffend eine einzigartige Veranstaltung, auf die der TTC sehr stolz sein kann.