Bericht aus der Langener Zeitung vom 21.04.1967

Der TTC hat den Aufstieg geschafft

Im Entscheidungsspiel um den Aufstieg in die Oberliga S├╝dwest besiegte der TTC Langen den SV Gie├čen am vergangenen Sonntag mit 9:7.

Die zahlreich erschienenen Anh├Ąnger beider Mannschaften und die vielen einheimischen Zuschauer bekamen in Idstein harte, spannende K├Ąmpfe zu sehen, die den Spielern das Letzte abverlangten. Das war ein Entscheidungsspiel, wie man es sich w├╝nschte: zwei gleichwertige Mannschaften, deren Spieler um jeden Ball verbissen k├Ąmpften, wobei die Begegnung von Anfang bis zum Schluss fair und sportlich verlief.

Aus vorherigen Spielen kannten sich die Mannschaften gut, wu├čten um die St├Ąrken und Schw├Ąchen der einzelnen Spieler.

In Langen hatte der TTC mit 9:4 ├╝berraschend hoch gewonnen,
um im R├╝ckspiel in Gie├čen gerade noch zu einem Unentschieden zu kommen. Theoretisch hatte sich der TTC Langen zwar einen knappen Sieg errechnet, aber w├╝rde die Praxis diese Rechnung best├Ątigen?

Die Doppelaufstellung erwies sich f├╝r Langen als g├╝nstig. Werkmann / Kehm trafen zun├Ąchst auf das schw├Ąchere Gie├čener Doppel Heidersdorf / St├Âcker und hatten keine M├╝he, einen 2:0 Sieg zu erringen.

J├Ąger/Sehring mussten sich mit dem Spitzendoppel Hackenberg/Weeg stellen und konnten ihren ├ťberraschungserfolg von Gie├čen nicht wiederholen. Mit 2:0 ging dieser Punkt an Gie├čen. H. Sehring, der an diesem Tag in sehr guter Form war, trat im Einzel gegen Eiser an und gewann mit 2:0. Diese F├╝hrung wurde von W. Tron wieder zunichte gemacht, der in einem schwachen Spiel gegen Heidersdorf klar mit 0:2 verlor.

Tron zeigte sich nerv├Âs, unkonzentriert im Angriff und auch in der Verteidigung unsicher. H. Beck musste sich im Spiel gegen Hackenberg mit 0:2 geschlagen geben, trotz guter Leistungen hatte er gegen den Gie├čener Spitzenspieler keine Chance.

In einem spannenden Spiel konnte Werkmann seinen Widersacher Weeg mit 2:1 bezwingen und stellte so den Ausgleich wieder her. Dann ging wiederum Gie├čen nach einem 2:0 Sieg von St├Âcker ├╝ber Kehm in F├╝hrung, jedoch J├Ąger, der Senior der Langener und einer der ausgeglichensten, sichersten Spieler, sorgte mit einem 2:0 Sieg ├╝ber M├╝ller wieder f├╝r den Ausgleich. H. Sehring konnte auch sein 2. Spiel gegen Heidersdorf mit 2:0 gewinnen und W. Tron konnte Eiser im Zeitspiel im 3.Satz mit 21:14 bezwingen und baute mit diesem 2:1 Sieg die F├╝hrung der Langener weiter aus.
Nun hie├č es 6:4 f├╝r Langen und Spieler und Anh├Ąnger des TTC sahen schon den „Silberstreif am Horizont.“ Nun folgte eine der interessantesten Begegnungen des Tages, das Spitzenspiel WerkmannÔÇôHackenberg. Man hoffte, dass Werkmann seinen Sieg von Gie├čen wiederholen k├Ânnte, aber hier nutzte alles Daumendr├╝cken nichts.

Hackenberg zeigte sich in ganz gro├čer Form und gewann im 1. Satz 21:7, gab dann den 2.Satz mit 17:21 ab, um dann jedoch den Entscheidungssatz mit 21:16 an sich zu bringen. Eine gro├čartige Leistung zeigte H. Beck in seinem Spiel gegen Weeg. Nachdem er den ersten Satz durch zu un├╝berlegtes Angriffsspiel knapp mit 19:21 verlor, spielte er in den n├Ąchsten beiden S├Ątzen ruhiger und ├╝berlegter und wartete f├╝r seine Vor- und R├╝ckhandsch├╝sse den richtigen Moment ab und sein Erfolg best├Ątigte diese richtige Spielweise: 2:1 f├╝r den TTC.

Das folgende Einzel J├Ąger gegen St├Âcker entwickelte sich zum Zeitspiel und mit 1:2 ging dieser Punkt an Gie├čen. M. Kehm verlor dann mit 1:2 gegen M├╝ller, dem an diesem Tag alles gelang und der im dritten Satz noch einmal voll aufdrehte und mit 21:15 gewann. Damit war Langens Vorsprung dahin und vor den letzten beiden Doppeln stand es 7:7, 17:17 S├Ątze.

Wieder waren es die letzten Doppel, die die Entscheidung brachten: die sichere Langener Paarung J├Ąger / Sehring gewann mit 2:0 gegen Heidersdorf / St├Âcker und auch Werkmann / Kehm konnten mit 2:1 ├╝ber Weeg / Hackenberg siegreich bleiben. 9:7 also f├╝r Langen und damit Aufstieg in die Oberliga S├╝dwest f├╝r den TTC.

Wir gratulieren der Mannschaft herzlich zu diesem gro├čartigen Erfolg und w├╝nschen f├╝r die kommenden K├Ąmpfe in der Oberliga alles Gute.